Rittal
Gastbeitrag: Andreas Hrzina, Rittal, über skalierbare Lösungen für ein sicheres Rechenzentrum | 02/2012
Lösungen für ein rundum sicheres Rechenzentrum – von groß bis klein – bietet Rittal.
Wenn die IT das Nervensystem moderner Unternehmen ist, dann ist das Rechenzentrum das Rückenmark. Wird dieses beschädigt, kann es zu einer Lähmung der Unternehmensprozesse kommen. Ein Konzept zur Gefahrenprävention für die IT-Strukturen ist daher ein elementarer Bestandteil jeder IT-Planung. Bei aller Risikovorsorge sollte aber auch die Kosten/Nutzen- Relation im Auge behalten werden. Die Kosten für die Gefahrenabwehr sollten immer in einem vertretbaren Verhältnis zum potenziellen betriebswirtschaftlichen Schaden beziehungsweise zur erreichbaren Schadensminderung stehen. Mögliche Risiken wie Produktionsausfälle sind dem sogenannten Geschäftsprozess- Soll gegenüber zu stellen. Dabei handelt es sich um die gesammelten Anforderungen des Geschäftsbetriebs an die IT. Aus dem Verhältnis von Geschäftsprozess- Soll zu den tolerablen Ausfallzeiten sowie möglichen Schäden wird deutlich, welche betriebswirtschaftlichen Verluste akzeptabel sind und welcher Aufwand zur Gefahrenabwehr gerechtfertigt ist. Modulare Sicherheitsräume beherbergen neben den eigentlichen IT-Geräten auch die Infrastruktur. Gleich, ob Hochsicherheitsrechenzentrum oder im Büro untergebrachte Racks: Je nach Anforderung der Geschäftsprozesse bieten sich unterschiedliche Schutzkonzepte mit unterschiedlichen Widerstandsklassen an, vom Grundschutz bis zum hochverfügbaren Sicherheitsraum. Um adäquat auf Unternehmensanforderungen reagieren zu können, sind wirtschaftliche Konzepte modular und lassen sich flexibel auf die baulichen Gegebenheiten und Verfügbarkeitsanforderungen zuschneiden, beispielsweise durch ein Raum-in-Raum-Konzept. Eine Alternative zu einem Serverraum sind IT-Safes, in denen kritische Server umfassend geschützt sind. -Sie bieten ebenfalls Schutz vor physikalischen Bedrohungen und stellen oft eine wirtschaftlich interessante Lösung für den Mittelstand dar.
Schutz vor Feuer, Wasser, Rauch. Bei der Inbetriebnahme des Rechenzentrums ist auf eine multifunktionale Sicherheit zu achten. Meist entstehen die Schäden durch Löschwasser nach einer Feuerbedrohung. Rechenzentren sollten über längere Zeit wasserdicht sein und auch stehendem Wasser trotzen können. Nicht zu vernachlässigen ist die Prävention einer Gefährdung durch Rauch. Rauchgase sind wegen ihrer Inhaltsstoffe häufig korrosiv und können ITSysteme in kürzester Zeit angreifen und zersetzen. Zur Prävention von Bränden innerhalb des Rechenzentrums ist das Restrisiko durch weitere Maßnahmen zu reduzieren, zum Beispiel durch Brandfrüherkennungsanlagen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Zur Minimierung der Reaktionszeit in einem Schadensfall ist ein frühzeitiges Bemerken des jeweiligen Problems eine Grundvoraussetzung. Ein Monitoring-System mit weitreichenden Alarmablaufkonzepten ermöglicht schnelle Gegenmaßnahmen. Zur Überwachung kommen beispielsweise sensorbasierte Lösungen wie das CMC III von Rittal zum Einsatz. Darauf baut die Management-Software RiZone auf. Sie bindet über intelligente Schnittstellen zusätzlich die Gebäudeleittechnik und das Server- Management an und ermöglicht so eine ganzheitliche Sicht auf das Rechenzentrum.
Wenn der Strom ausfällt. Stromausfälle kommen häufiger vor als angenommen. Da selbst geringe Schwankungen oder Spannungsspitzen schwerwiegende Folgen für die sensible Hardware haben können, sind unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) inzwischen ein fester Bestandteil moderner RZ. USV werden nach EN 50091-3 und EN 62040-3 klassifiziert. Einen absoluten Ausfallschutz gewährleisten die Anlagen der Güteklasse 1 VFI-SS-111. Hitze droht nicht nur durch Feuer von außen, sondern vor allem durch die Abwärme leistungsstarker Server. Bei einer niedrigen thermischen Belastung bis maximal 800 Watt pro Quadratmeter reicht eine Raumklimatisierung beispielsweise mit einem Umluftsystem. Bei Hochleistungs- Servern, die über 20 kW Abwärme pro Rack erzeugen können, kommen flüssiggekühlte, Rack-basierte Klimageräte wie beispielsweise die Liquid Cooling Package (LCP)- Technologie von Rittal zum Einsatz. Je nach Ausführung können so bis zu 60 kW Kühlleistung pro Rack erzielt werden. Hier ist auch die Klimatisierung über einen herkömmlichen Doppelboden als Lösungsansatz zu erwähnen. Es gibt niemals 100-prozentigen Schutz, aber eine sorgfältige Planung hilft Risiken weitestgehend zu vermeiden. Es lohnt sich bei Investitionen in die Sicherheit des Data Centers auch in die Zukunft zu blicken.
Der Autor Mag. Andreas Hrzina ist Leiter Marketing und Prokurist bei Rittal Österreich
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