Smartphones
Flach, vernetzt und berührungsempfindlich | 7-8/2010
Touchscreen, Internet-Connectivity und ultradünn sind die Smartphone-Trends des Jahres.
Nirgends dreht sich die Produkterneuerungs-
Schraube so
schnell wie auf dem Markt für
Mobiltelefone. Maximal sechs Monate
haben die Anbieter von Smartphones
Zeit, ihr gerade neuestes Modell in den
Markt zu drücken – dann muss es eine
nächste, bessere Version davon geben.
Das „Wave S8500“ ist Samsungs erstes
Modell mit dem neuen Betriebssystem
„bada“. Es hat ein 3,3 Zoll großes Super-
Amoled-Display (Active Matrix Organic
Light Emitting Diode). Diese Bildschirmtechnik
ermöglicht ein helleres
Bild, bessere Farben, schnellere Reaktionszeiten
und einen deutlich geringeren
Stromverbrauch. Dazu kommen
ein schneller 1-Gigahertz-Prozessor und
ein extrem flaches Design. Ein „Social
Hub“ führt die Kontakt-, Messagingund
Organizer-Infos zusammen, die das
Gerät automatisch von allen gewünschten
Portalen abruft.
HTC, Hersteller von Telefonen auf
Basis von Windows Mobile und Android
hat mit dem „HTC Legend“ eine Art
Design-Ikone unter den Android-Smartphones
herausgebracht: Das Gehäuse
wird aus einem Aluminiumblock gefräst.
Ein 3,2 Zoll großer Amoled-Touchscreen
mit HVGA-Auflösung sorgt für brillante
Foto- und Videowiedergabe.
Außerdem umfasst die Ausstattung eine
5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz,
UMTS, WLAN plus A-GPS. Beeindruckende
Leistungsdaten liefert auch das
„HTC Desire“: Sein mit 1 GHz getakteter
Snapdragon-Prozessor garantiert
auf dem 3,7 Zoll großen WVGA-Amoled-
Bildschirm ein visuelles Erlebnis. Online
geht das HTC-Flaggschiff per WLAN
oder HSPA.
Für einen Superlativ anderer Art
steht das „GD880“ von LG Electronics:
Nur zehn Millimeter dick und eingebettet
in einen Metallrahmen, ist dieses
„Mini-LG“ das derzeit kleinste und
flachste 3,2-Zoll-Telefon mit Touchscreen.
Mit seiner 5-Megapixel-Kamera,
Dolby Mobile und zahlreichen Extras
kann das GD880 mit vielen „Großen“
der Konkurrenz mithalten. LG setzt auf
die Integration von sozialen Netzwerken.
Der ständige Austausch mit den
Online-Freunden sei zu einem unverzichtbaren
Teil des Alltags geworden, so
LG Electronics.
Kann Microsoft mithalten?
Windows
Phone 7 heißt das Betriebssystem-Angebot,
mit dem Microsoft seine Hardware-
Partner konkurrenzfähig halten will.
„Ziel ist eine neue Generation von Smartphones,
die alle Wünsche der Anwender
auf einen Nenner bringt - und das
bei möglichst einfacher und intuitiver
Bedienung“, kündigte Microsoft-CEO
Steve Ballmer bereits im Frühjahr an.
Laut Medienberichten wird das neue
mobile Betriebssystem im Oktober auf
den Markt kommen. Den bisher vorliegenden
Informationen zufolge verfügt
Windows Phone 7 über eine neue Oberfläche
mit einer dynamischen Startseite
und so genannten „Panels“, die über das
Web aktualisiert werden. Sechs „Hubs“
bündeln die verschiedenen Funktionen.
Neu ist die Integration von Sharepoint,
was den drahtlosen Austausch von
Dokumenten zwischen Mobiltelefon
und Firmenserver ermöglichen soll.
Hinter all dem Innovationsrennen
bei den Endgeräten darf allerdings nicht
vergessen werden, dass es Anwendungen
sind, die das Smartphone erst brauchbar
machen. So verbucht die Branche
für mobilen Content derzeit große
Erfolge mit Application Stores. Soft-
ware-Entwickler nutzen solche Stores
als Medium, um topaktuelle Dienstleistungen
und Lösungen an die Öffentlichkeit
bringen; Banken, Zeitungen und
öffentliche Dienste wiederum, um mit
ihren Kunden in Kontakt zu treten.
Laut Frost & Sullivan, wird der Erfolg
dieser Application Stores in den nächsten
drei Jahren die Umsätze ankurbeln
und das Innovationstempo weiter steigern.
„Um mit mobilem Content erfolgreich
zu sein, bedarf es eines funktionierenden
‚Ökosystems’, in welchem man in
der Lage sein wird, ein breites Publikum
zu gewinnen, mit diesem in Kontakt zu
kommen, ihm nützliche Ideen anzubieten,
und diese Interaktion zu Geld zu
machen“, erläutert Saverio Romeo von
Frost & Sullivan.
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www.htc.com