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it&t business | Artikel
Cubeware

„Das Wichtigste sind die Daten!“ | 7-8/2010

Wie Unternehmen ein erfolgreiches BI-Projekt abwickeln und worauf sie achten müssen, erklärt Hermann Hebben.

Ein schneller, zuverlässiger Überblick über die Ist-Situation und flexible Planungsszenarien abbilden zu können, ist für alle Unternehmen heute elementar wichtig. Business Intelligence (BI) bietet hier genau das, was Fachanwender, Controller und Management benötigen: die Betrachtung des Geschehenen, die Analyse der Ist-Situation und darauf aufbauend eine Ableitung der passenden Maßnahmen und Planung für die Zukunft.

Am Anfang steht oft die Euphorie über die phantastischen Chancen, die sich aus einer Einführung von BILösungen ergeben. Das ist auch gut so, denn Begeisterung war schon immer der beste Motivator. Zunächst sollte man möglichst strukturiert den konkreten Bedarf und die zu beachtenden Voraussetzungen prüfen. Betrachten Sie dabei die Notwendigkeiten der zukünftigen Nutzer (wer soll Berichte empfangen, gestalten und erzeugen, welche Ad-hoc-Techniken werden benötigt, wie viel Automatisierung ist wünschenswert und soll geplant werden oder nicht?) und lassen Sie die Datenbewirtschaftungsseite nicht außer Acht! Hier sollten Sie sich unter anderem fragen, welche Vorsysteme eingebunden gehören, wie unterschiedlich diese strukturiert sind und welche gegebenenfalls noch hinzukommen können. Formulieren Sie Ihre Anforderungen klar und eindeutig und machen Sie sich dann erst auf den Weg, die passende Technologie zu finden.

Anforderungen weisen den Weg.
Marktübersichten, Roadshows, Messebesuche oder der Blick auf Referenzen bieten dabei eine wertvolle Hilfe. Ebenso ist denkbar, einen auf die Auswahl spezialisierten, neutralen Experten an Bord zu holen. In jedem Fall empfiehlt es sich, die favorisierten Anbieter über einen Workshop oder ein Proof-of-Concept darlegen zu lassen, wie sie Ihre konkreten Anforderungen umzusetzen gedenken, das Thema Datenbewirtschaftung lösen wollen, wie lange eine Installation dauert und wie sich das Lizenzmodell gestaltet.

Sukzessives Vorgehen.
Sind Anbieter gefunden und Projektteams definiert, gilt das Prinzip „Think big but start small“. Legen Sie kein Monsterprojekt auf, sondern starten Sie Ihr Projekt in der Abteilung mit dem größten Bedarf und weiten Sie es sukzessive basierend auf den ersten Erfahrungen auf andere Abteilungen aus. Mit Ihren ersten Berichten und Analysen sollten Sie dabei spätestens nach drei bis sechs Monaten operativ tätig sein. Wichtig ist zudem, dass Sie sich selbst als festen Bestandteil des eigenen BI-Projektes sehen. Legen Sie daher Wert darauf, die BI-Werkzeuge selbst beherrschen zu können, und bauen Sie parallel im Zuge des Projekts in den eigenen Reihen wichtiges Lösungs- und Tool- Know-how auf. Denn BI-Projekte haben nie ein wirkliches Ende – es gibt immer wieder neue Datenquellen einzubinden, OLAP-Würfel zu optimieren, Kennzahlen anzulegen, Reports zu verfeinern oder auch neu zu erstellen.

Erfolgsfaktor Datenbasis.
Ein gern begangener Fehler ist, sich bereits bei der Software-Auswahl vor allem von der Ergebnisdarstellung am Frontend beeindrucken zu lassen und weniger darauf zu achten, wie eine valide Datenbasis hergestellt werden soll. Aber gerade Datenbewirtschaftung und -qualität sind in einem BI-Projekt entscheidende Erfolgsfaktoren, denn hier liegt regelmäßig der Hauptkostentreiber eines Projekts. Die Daten müssen sauber, stringent und in der passenden Form vorliegen. Und einfach auf verschiedenste Daten direkt zuzugreifen, ohne sich dabei Gedanken über Konzept, Aufbau, Abgleich und Modellierung gemacht zu haben, kann zu einem bösen Erwachen führen, sobald man anspruchsvollere Analysen fahren oder verschiedenartige Datenquellen zusammenführen möchte.

Problemstellungen als Chance.
Die gute Nachricht: Allein schon durch die Transparenz, die eine BI-Lösung mit sich bringt, werden Datenunreinheiten dauerhaft aufgedeckt und können konsequent abgebaut werden. Oftmals tauchen erst im Verlauf des Projekts Datenunreinheiten auf, die Ursachen werden erforscht, die Fehler behoben und so ist nach dem Projekt die Datenqualität verbessert. Wer das Auftauchen von Inkonsistenzen als Chance zur Verbesserung begreift, wird sehr schnell und in vielfacher Hinsicht davon profitieren. Das ist nur einer der Gründe, warum das OLAP-ETL-Tool Cubeware Importer neben unserem Frontend Cubeware Cockpit V6pro zu unseren wichtigsten Alleinstellungsmerkmalen zählt und für die Auftragsgewinnung immer wieder entscheidungsrelevant ist.

Der Autor Hermann Hebben ist Gründer und Geschäftsführer der Cubeware GmbH

Cubeware
www.cubeware.de





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