business & people
enterprise computing
special
telekom
produktion & logistik
e-business
Marktübersichten
VIP-Business-Partner
Kooperationen
Impressum

Zurück
it&t business | Artikel
VÖSI

Schulterschluss gefordert | 06/2010

Der IT-Standort Österreich ist in Gefahr. Leitbetriebe und Zukunftsimpulse könnten helfen, meint der Verband Österreichischer Software Industrie.

Österreich fiel seit 2001 im Global Information Technology Report des World Economic Forums vom ehrenvollen neunten Platz auf Platz 20 zurück, stellt VÖSIPräsident Peter Kotauczek fest. Gleichzeitig sei offenbar auch „der Dampf bei den politischen Entscheidungsträgern voll heraußen“, wenn es um die Anliegen der Softwareindustrie geht. „Die immer wiederkehrenden IKT-Masterpläne erweisen sich mit schöner Regelmäßigkeit als Makulatur, und die Risiko-Kapitalbilanz der Gesamtbranche ist auf einem Negativrekordniveau“, so Kotauczek, und er ergänzt: „Es ist einfach zu wenig, dauernd von der Wissensindustrie zu schwärmen und gleichzeitig untätig zuzuschauen, wie die österreichische Softwareindustrie zu Schnäppchenpreisen an ausländische Investoren verramscht wird.“

Marion Biber, Direktorin für IT/Software bei der ABA – die Austrian Business Agency hat nach ihren Angaben in den letzten fünf Jahren mehr als hundert meist kleineren IT-Unternehmen bei der Niederlassung in Österreich geholfen – und anlässlich der Jahres-Presskonferenz des VÖSI ebenfalls auf dem Podium, sieht noch Potenzial für die Standortstärkung, unter anderem durch Verbesserung der Zuwanderungsbestimmungen für Schlüsselarbeitskräfte und durch eine Stärkung der IKTAusbildung. Kurt Gahlehner, Technologiesprecher des SPÖ- Parlamentsklubs, verweist auf ein im Zuge der Themendiskussion zum Breitbandausbau zum Thema IKT entstandenes Strategiepapier, stellt jedoch das derzeitige Fehlen wesentlicher Treiber für die weitere Entwicklung der österreichischen SW-Industrie fest. Dies könnten unter anderem eine weitere Modernisierung der Verwaltungsprozesse sowie die den Mobilfunkern zu Gute kommende Vergabe der Digitalen Dividende (durch die Abschaffung des analogen TV frei gewordene Frequenzen) sein. Robert Bodenstein von der Sparte Information & Consulting in der WKO und Vortragender des an die Pressekonferenz anschließenden traditionellen VÖSI-Branchentalk sieht in der IT den Turbolader der modernen Wirtschaft, allerdings fehle eine koordinierte Vorgangsweise zur Definition des IT-Standortes Österreich ebenso wie Ressourcen für hochqualifiziertes Personal.

VÖSI
www.voesi.or.at





Artikel drucken
Artikel als PDF
Website powered by NIKOLL.AT Web Design // Web Development // Web Hosting // Web Marketing