conhIT 2010
Vernetzte Gesundheitswelten | 04/2010
Die oberösterreichische Gesundheits- und Spitals-
AG unterstützt die IHE-Initiative zur besseren Vernetzung
der Gesundheitsdienstleister.
Zum dritten Mal trifft
sich die Healthcare-
IT-Branche vom 20. bis
22. April 2010 zur conhIT in
Berlin. Besucher können sich
dort über aktuelle Trends
von IT im Gesundheitswesen
informieren. Über 200 Aussteller
haben IT-Lösungen
für Kliniken, niedergelassene
Ärzte und neue Versorgungsformen
im Gepäck. Das
Spektrum reicht von der klassischen
Klinik-IT über ausgefeilte
Abteilungssysteme und
Controlling-Werkzeuge bis
hin zu modernster Sprachtechnologie
und zu Lösungen
für die sektorenübergreifende
Vernetzung.
Auch österreichische
Unternehmen und Gesundheitsdienstleister
sind auf
der Messe vertreten. So tritt
Ihealthnetworx, die Initiative
der GesundheitsInformatik
der oberösterreichischen
Gesundheits- und Spitals-AG
(gespag) erstmals in Berlin auf
und verfolgt eine integrierte
Versorgung im österreichischen
Gesundheitsmarkt.
Ein Grundpfeiler dafür ist
IHE (Integrating the Healthcare
Enterprise), das ist laut
Wikipedia-Definition „eine
Initiative von Anwendern
und Herstellern mit dem Ziel,
den Informationsaustausch
zwischen IT-Systemen im
Gesundheitswesen zu standardisieren
und zu harmonisieren.
Die Umsetzung der
medizinischen Prozessabläufe
zwischen den Systemen und
die Schaffung von Interoperabilität
steht hierbei im Vordergrund.
IHE formuliert dazu
Anforderungen aus der Praxis
in so genannten Use Cases,
identifiziert relevante Standards
und entwickelt technische
Leitfäden, so genannte
Profile, mit denen ein Hersteller
sein Produkt umsetzen
und testen kann.“ In Österreich
wird das Thema von der
Mission IHE Austria forciert,
ein Verein zur „Förderung der
Integration der IT- und Medizintechnik
im österreichischen
Gesundheitswesen“, so das auf
der Website www.ihe-austria.
at veröffentlichte Tätigkeitsfeld,
dem unter anderem die
gespag angehört.
Oberösterreich hat sich das
Ziel gesetzt, die integrierte Versorgung
basierend auf IHEStandards
zu realisieren.
Zukünftig sollen für jeden Bürger
von der Prävention bis hin
zur Pflege alle Daten strukturiert
bei Bedarf zur Verfügung
gestellt werden können. Die
GesundheitsInformatik der
gespag übernimmt in diesem
Projekt die führende Rolle.
Unterstützt wird das Cost Center
dabei von Unternehmen
wie dem Enterprise Content
Management-Spezialisten SER
oder systema, österreichischer
Anbieter medizinischer Software.
Mit den beiden Partnern
wurde die Idee einer offenen
und vernetzten IT-Architektur
in der Oö. Gesundheitsund
Spitals-AG bereits umgesetzt.
conhIT 2010
www.conhit.de