InterSystems
Wunschapplikationen | 04/2010
Mit der Integrationssoftware Ensemble ermöglicht InterSystems den Aufbau eines Health Information
Framework, mit dem Gesundheitsdienstleister aus den verfügbaren Daten zusätzliche geschäftsrelevante
Informationen ziehen können. Volker Hofmann
Einrichtungen im Gesundheitswesen
sind heute mehr denn je
gefordert, Konzepte zur zukünftigen
Ausrichtung zu entwickeln. So ist
es denkbar, dass eine Klinik sich in ein
paar Jahren vielleicht nicht mehr nur als
Krankenhaus, sondern als ganzheitlicher
Gesundheitsversorger positionieren will.
Die Umsetzung eines solchen Konzepts
muss IT-seitig begleitet und ermöglicht
werden. Aus den Konzepten werden
Anforderungen resultieren, die man heute
möglicherweise noch gar nicht absehen
kann. Wichtig ist, dass die IT-Infrastruktur
es erlaubt, möglichst autonom und
flexibel auf solche Anforderungen zu reagieren
und sie in Lösungen umzusetzen.
Heute ist es üblicherweise so, dass für
eine spezifische Anforderung eine Standardsoftware
am Markt gekauft und in
die IT-Infrastruktur eingebunden wird.
Die Integration erfolgt in der Regel über
einen reinen Nachrichtenaustausch zwischen
den Anwendungen. Strategische
Überlegungen rücken aber vermehrt den
Gedanken an übergreifende Prozesse im
Haus, aber auch mit Partnern in den Mittelpunkt.
Statt nun für jede neue Anforderung
(Zuweiserportal, ambulante Pflege,
Chefarztportal, Alarm- oder Suchfunktionen)
eine separate Standardsoftware zu
beschaffen, bietet sich ein strukturierter,
standardisierter Ansatz an.
Klinisches Repository als Basis.
Unabhängig
von der konkreten Anforderung
des Einzelfalls werden immer die gleichen
Informationen für eine Zusammenarbeit
benötigt. Definiert man diese also
einmal in einem flexibel erweiterbaren,
eigenen klinischen Repository und sind
die für die Arbeit mit diesem Repository
benötigten Standardkomponenten einmal
implementiert, lässt sich die konkrete
Anforderung auf die Modellierung eines
Prozesses innerhalb dieses Datenmodells
reduzieren. Es entsteht ein Health Information
Framework (HIF). Dieses bietet
den Vorteil, dass neue Anforderungen
innerhalb dieser Ebene auf immer gleiche
Weise abgebildet werden können und
dass die softwareseitige Umsetzung für
spezifische Anforderungen in vielen Fällen
überhaupt erst möglich wird.
Individuelle HIFs.
Ein moderner Kommunikationsserver
wie Ensemble ermöglicht
das Konzept eines Health Information
Framework. Mit seiner persistenten
Datenspeicherung, der Fülle an Schnittstellen,
aus denen die benötigten Informationen
in das klinische Repository
gespeichert werden können, und seiner
Eigenschaft, zugleich Integrations- und
Entwicklungsplattform zu sein, versetzt
er Krankenhäuser, Klinikketten und
Gesundheitsnetzwerke in die Lage, ihr
eigenes HIF zu entwickeln. Ein Health
Information Framework kann aufgrund
der individuellen Anforderungen der einzelnen
Kliniken oder Klinikketten keine
Out-of-the-Box-Lösung sein. Vielmehr
muss die Softwareindustrie ihre Kunden
in die Lage versetzen, individuelle HIFs
eigenständig und effizient selbst zu entwickeln
und zu administrieren.
Einbindung von „Apps“.
Nicht immer
sind die Herausforderungen umfangreich.
Oft sind es kleine Applikationen,
die auf den Wunschlisten einzelner
Abteilungen stehen. Lösungen, die
eventuell nur als Teil größerer Suiten
zu haben sind oder die im gängigen
Ansatz gänzlich unmöglich sind. Hier
gilt es, gemeinsam Lösungsansätze zu
entwickeln, wie im Rahmen von Health
Information Frameworks solche „Apps“,
smarte, spezifische Applikationen, eingebunden
werden können und welche
Aufgaben sie erfüllen sollten.
Die Einrichtung eines HIF beschränkt
sich nicht auf die praktische Umsetzung
in der eigenen Einrichtung. Sie
beinhaltet auch einen Dialog mit anderen
Gesundheitseinrichtungen sowie
den Softwareherstellern, mit dem Ziel,
das Gesundheitswesen zum Wohl der
Patienten und unter Berücksichtigung
der Anforderungen der Mitarbeiter fit
für die Anforderungen von heute und
die Herausforderungen von morgen zu
machen.
InterSystems
www.intersystems.at