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it&t business | Artikel
Österreich negiert internationalen Trend

Videokonferenzmuffel | 04/2010

International erfreut sich der Einsatz von Videotechnologie steigender Beliebtheit, österreichische Unternehmer zeigen sich noch relativ desinteressiert.

Der für das Zusammenspiel unterschiedlicher Videosysteme maßgebliche Standard H.263 stammt bereits aus den Jahren 1995/96. In den vergangenen Jahren kam auch noch der Umweltgedanke als wesentlicher Pluspunkt hinzu – selbst die massiven, krisenbedingten Reisbeschränkungen konnten jedoch die österreichischen Unternehmen kaum zum verstärkten Einsatz der Videotechnologie bewegen. Das ergab eine kürzlich vorgestellte Studie der Wirtschaftskammer Österreich und des Kommunikationslösungsanbieters Cisco Austria. Zwar wissen mehr als zwei Drittel der von marketagent. com befragten Unternehmer über die Einsparungspotenziale der Videokommunikation bescheid, den Einsatz in ihren eigenen Unternehmen sehen jedoch nur weniger als die Hälfte von ihnen.

Achim Kaspar, Leiter von Cisco Austria, sieht die Studie als Weckruf: „Wenn wir es in Österreich nicht schaffen, das Medium Video als Selbstverständlichkeit in den Geschäftsalltag einzubauen, dann wird der gesamte Wirtschaftsstandort Wettbewerbsnachteile erleiden. Konsumenten, Investoren und Lieferanten stellen sich weltweit auf diese Entwicklung ein – da dürfen wir nicht zurückbleiben.“

Vorreiter beim Einsatz „großer“ Videokonferenzlösungen, für die eigene Räume speziell ausgestattet werden, sind erwartungsgemäß Großunternehmen wie die Telekom Austria. Sie will mit ihrem Projekt „Telepresence“ zur Erreichung ihres Umweltziels, 25 Prozent weniger eintägige Dienstreisen und rund 150 Tonnen weniger CO2- Ausstoß innerhalb eines Jahres, beitragen. Aber auch mittelständische Unternehmen wie Kapsch sparen durch Videokonferenzen mit ihren Außenstellen beträchtliche Summen: 320.000 Euro will Kapsch bei Reisekosten und durch Vermeidung von Produktivitätsverlusten pro Jahr einsparen. Die Investition in ein High-End-Videokonferenzsystem soll sich derart „binnen weniger Jahre rechnen“.

Cisco
www.cisco.at





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