IBM Österreich
Rüstzeug für Veränderung | 04/2010
In Zeiten von Cloud Computing und SaaS, wo die Komplexität der Infrastruktur durch benutzerfreundliche
Applikationen „maskiert“ wird, sind Technologien zur besseren Konsolidierung, höheren Skalierbarkeit
und zum einfacheren Management der IT-Umgebung zunehmend gefragt.
Die Welt verändert sich in rasantem
Tempo: Erstmals lebten
im Jahr 2008 mehr Menschen
in städtischen Ballungsräumen als auf
dem Land, Unternehmen – auch mittelständische
und kleine – müssen in
einem globalisierten Umfeld agieren,
Innovationen finden in immer kürzren
Taktzyklen statt. Stadtverwaltungen und
andere Bereiche der öffentlichen Hand,
Institutionen wie Krankenhäuser sowie
Unternehmen aus allen Branchen müssen
diese Entwicklungen gestalten und
verwalten und mit dieser Dynamik mithalten.
Zudem wächst die von Menschen
und Geräten produzierte Datenmenge
exponentiell – viele dort schlummernden
Informationen warten darauf, intelligent
verarbeitet und zu brauchbaren
Entscheidungsgrundlagen verknüpft zu
werden. Doch sind diese Herausforderungen
mit der Infrastruktur von gestern
zu meistern?
„Früher entstand zuerst eine Anforderung,
darauf wurde die Lösung zugeschnitten
und implementiert“, sagt
Martin Balaz, leitender IT-Spezialist bei
IBM Österreich. Aus dieser Vorgehensweise
entstanden oft reihenweise Insellösungen,
die nur schlecht mit anderen
Anwendungen kommunizieren können.
Außerdem sind die Ressourcen in derartigen
IT-Landschaften tendenziell gering
ausgelastet. Zudem sind sie durch ihre
hohe Komplexität zuwenig flexibel für
Änderungen und Erweiterungen, die der
globale Wandel in immer schnellerem
Rhythmus verlangt. Massiver Kostendruck,
der Ruf nach mehr Flexibilität
und die technologischen Entwicklungen
in Richtung „Green IT“ haben nun einen
Umdenkprozess in Gang gebracht und
neue Konzepte entstehen lassen.
„Dynamic Infrastructure“.
„Die geforderte
Infrastruktur muss so beschaffen
sein, dass sie nicht nur die Probleme
von heute löst, sondern auch die Anforderungen
von morgen erfüllt“, erklärt
Christian Buxbaum, Direktor IBM Server
& Technology Group Österreich. Rundum-
die-Uhr-Betrieb sowie rasch wachsende
Datenmengen, die in immer kürzer
werdenden Zeitspannen bearbeitet
und analysiert werden sollen, erfordern
eine skalierbare, sichere, performante
und hochverfügbare Infrastruktur.
Mit „Dynamic Infrastructure“ bietet
IBM Hardware, Software, Technologien
und Services, die das „Werkzeug“
IT kosteneffizienter, intelligenter und
anpassungsfähiger machen sollen. Sie
bietet Unternehmen die Möglichkeit,
schnell, flexibel und innovativ auf dem
Markt zu agieren. Die IT unterstützt dabei
nicht nur die einst installierte Lösung
sondern auch aktuelle und zukünftige
Geschäftsprozesse.
Cloud Computing, der Bezug von ITRessourcen
von einem Dritten, scheint
dabei eine zukunftsträchtige Ausprägung
dieser „Dynamic Infrastructure“ zu sein.
Noch erscheine diese Technologie nicht
ganz ausgereift und nicht in allen Segmenten
einsetzbar, räumt Martin Balaz
ein, das Thema werde jedoch kräftig an
Bedeutung zulegen.
Entwicklungen wie diese werden
bedeutende Umwälzungen mit sich bringen:
Hard- und Software werden voneinander
entkoppelt und können in Form
von Dienstleistungen genutzt werden.
Im Zeitalter von „Software as a Service“
müssen andere Verrechnungsmodelle
für Softwarelizenzen erstellt und auch
neue Finanzierungsmodelle gefunden
werden, so Balaz. Längerfristig werde
immer mehr Rechenleistung in Form
von Cloud-Services aus Rechenzentren
kommen, ist Balaz sicher. Daher müssen
Rechenzentren in zunehmendem Maße
Cloud-fähig gemacht werden, denn:
„Eine dynamische Infrastruktur ist ein
unabdingbares Fundament für derartige
Services“, sagt Balaz.
Cloud „aus einer Hand“.
Da sich Cloud
Computing laut Marktanalysten (siehe
nebenstehenden Kasten) in einer frühen
Marktphase befindet, sind viele Komponenten
noch „proprietär“, da von
einem Anbieter entwickelt; auf Grund
fehlender Standardisierungen in einzelnen
Bereichen ist die Integration unterschiedlicher
Lösungen schwierig. „Eine
Cloud-Lösung betrifft alle IT-Bereiche –
von der Installation über den Service bis
zur Endbenutzer-Hilfe. Kunden haben
oft das Problem, dass Anbieter nicht alle
Elemente abdecken“, spricht Balaz die
oft hohe Komplexität an. „Durch unser
breites Angebotsspektrum sind wir in
der Lage, alle Aspekte einer Lösung zu
adressieren und eine ‚Cloud aus einer
Hand‘ anbieten zu können.“
Zu den für eine „Dynamic Infrastructure“
wichtigen Themen zählt Balaz die Virtualisierung und das Service Management
– Methoden, Software, Organisation
und Prozesse sowie Beratung –, das
sicherstellt, dass die Services laufen. Service
Management bilde eine Zwischenschicht,
die die einzelnen Ebenen der
Infrastruktur verbindet, die Auswahl an
Services anbietet und auch verrechnet.
Sicherheit und damit zusammenhängende
Themen wie Business Resiliency,
Backup, Auditierbarkeit und Zugriffskontrolle,
um nur einige Teilaspekte zu
nennen, seien weiterere wesentliche
Punkte im Konzept der „Dynamic Infrastructure“.
Durch die enge Vernetzung
zwischen Anbietern und Nachfragern
bestehe großer Bedarf an Sicherheit. Die
Zugriffstthematik sei in einem Cloud-
Modell noch strenger als in einem herkömmlichen
Rechenzentrum, weil dort
viele unterschiedliche Anwender an
einem Netz teilnehmen. Noch größere
Sicherheit sei auch auf Grund der
unterschiedlichen Interessenslagen
der Anwender erforderlich sowie durch
Regularien von außen (Basel II, Sarbanes
Oxley) vorgeschrieben.
Cloud-Services.
Schon heute bietet
IBM Cloud-Dienste für spezifische
Anwendungsbereiche an. Dazu zählen
unter anderem Softwareentwicklung
und -testen, Online-Zusammenarbeit
und virtualisierte Desktops. Das Service
„Smart Business Development and Test
on the IBM Cloud“ bietet IT-Ressourcen
für Entwicklungs- und Testaktivitäten.
Mithilfe vordefinierter Konfigurationen
kann der Anwender komplexe IT-Umgebungen
mit wenigen Mausklicks erstellen,
so IBM, und wenig später produktiv
einsetzen.
Auch für Bedarfsspitzen bietet IBM
Österreich „Capacity on Demand“ aus
der Wolke. „Ein österreichischer Kunde
im Automotive-Bereich benötigt mehrmals
im Jahr große Rechenleistungen,
zum Beispiel für Schalltests“, berichtet
Johann Habiger, Strategic Outsourcing
Sales Leader IBM Österreich, aus der
Praxis. Inhouse-Rechner würden die
restliche Zeit nicht ausgelastet sein,
das On-Demand-Modell erspare dem
Kunden einiges an Kosten, so
Habiger.
IBM Österreich
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