Norman Data Defense Systems
Intelligenter Datenschutz | 04/2010
Die Überwachung von Schnittstellen und Geräten, die an den Arbeitsplatz-PC angeschlossen werden,
spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Daten vor Verlust und Diebstahl. Jörg Lützenkirchen
Untersuchungen zeigen, dass die
meisten Datenverluste von den
eigenen Mitarbeitern verursacht
werden. Dabei ist weniger böse Absicht
im Spiel, sondern in der Mehrzahl der
Fälle Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit.
Häufig sind mobile Datenträger involviert,
Laptops, Mobiltelefone oder USBSticks,
die verloren gehen oder gestohlen
werden, wenn Mitarbeiter beispielsweise
Daten zum Weiterarbeiten nach Hause
mitnehmen. Bei Verlust oder Diebstahl
kann nicht ausgeschlossen werden, dass
die Daten in falsche Hände geraten – auf
mehr als 40 Prozent der Datenträger
sind die Daten nicht verschlüsselt. In
den meisten Unternehmen ist jedoch
ein Verschluss von Laufwerken nicht
praktikabel. Dann sind als Bestandteil
der Strategien im Zusammenhang
mit Datenschutz und Datensicherheit
Lösungen gefragt, die die Nutzung der
Schnittstellen überwachen.
Zuerst das Konzept, dann die Technik.
Grundlage für die Implementierung ist
ein Konzept, das detailliert beschreibt,
welcher Mitarbeiter welche Rechte für
welche Medien benötigt. An der Konzepterstellung
sollten neben den ITVerantwortlichen
auch die Unternehmensleitung,
die EDV-Revision und die
Mitarbeitervertretung beteiligt sein.
Damit Kollisionen zwischen Konzept
und Technik vermieden werden, ist in
vielen Fällen die Unterstützung durch
einen externen IT-Berater sinnvoll.
Lösungsbestandteile.
Zu einer Lösung
für die Überwachung der Gerätenutzung
gehören in der Regel eine Datenbank
als zentraler Speicherort für die
Geräte-Listen, Berechtigungen und Logs
sowie ein oder mehrere Anwendungsserver,
über die die Kommunikation zwischen
der Datenbank, den Clients und
der Management-Konsole läuft. Dazu
kommen Agenten auf den zu überwachenden
Clients und Servern sowie eine
Management-Konsole.
Die Standardrichtlinien für den
Benutzerzugriff werden bei der Installation
der Lösung in der Datenbank
angelegt, ebenso werden alle
Datenträger, die an den Clients
angeschlossen sind und waren,
nach Art, Modell und / oder
ID erfasst und Richtlinien zugeordnet.
Sicherheitshalber sollte
der lokale Administrator keine
Änderungen an den Sicherheitseinstellungen
vornehmen
können; auch der auf den Clients
installierte Agent muss
manipulationssicher sein:
Ein Kernel-Mode-Treiber verhindert,
dass der Client bei
deaktiviertem Agent gestartet
werden kann.
Wenn ein Nutzer also
Informationen auf einen
USB-Stick kopieren möchte,
fragt der Agent am Anwendungsserver
an, ob der Nutzer dazu
berechtigt ist. Der Anwendungsserver
reicht die Anfrage an die Datenbank
weiter, die die Regelung an den Server
übermittelt. Das Ergebnis wird dort entschlüsselt,
zwischengespeichert und an
den Agenten weitergereicht. Ist der Nutzer
zur Datenübertragung berechtigt,
werden die Daten bei der Übertragung
verschlüsselt.
Konsolen-Funktionen.
Über eine
Management-Konsole sind Menüs für
spezifische Administratoren-Arbeiten
zugänglich. Die Gerätegruppen müssen
sich verwalten lassen; Berechtigungen
für Benutzer und Benutzergruppen müssen
hinzugefügt und geändert werden
können. Ebenso lassen sich beispielsweise
die Datenmengen beschränken,
die ein Nutzer täglich auf Wechseldatenträger
oder Medien kopieren kann.
Manche Nutzer benötigen eine zeitlich
beschränkte Zugriffsmöglichkeit, auch
für künftige Zugriffe zu festgelegten Zeiten.
Über die Konsole werden auch die
Regeln für die Erstellung von Schattenkopien
erstellt und verwaltet und die
Nutzungsberechtigung für verschlüsselte
Datenträger erteilt.
Die Agenten auf den Clients protokollieren
sämtliche anwenderseitigen
Zugriffe auf Datenträger einschließlich
der Zugriffsversuche nicht berechtigter
Nutzer und stellen sie in der Konsole zur
Auswertung bereit. Erfasst werden alle
eingehenden und ausgehenden Aktivitäten
mit Datenträgern sowie per Schattenkopie
alle Dateien, die auf einen
Datenträger kopiert wurden. Bei Verlust
oder Dienstahl eines Datenträgers kann
also nachvollzogen werden, welche
Daten abhanden gekommen sind. Das
ermöglicht eine frühzeitige und angemessene
Reaktion auf den Vorfall. Die
Administratoren-Aktivitäten werden
ebenfalls protokolliert.
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