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it&t business | Artikel


Eyjafjallajökull und die IT | 04/2010

Mag. Adrienne Nikoll

Während ich dieses Editorial verfasse, verbreiten die Nachrichtensender gerade Meldungen über die Folgen des Ausbruches von Eyjafjallajökull, jenem isländischen Vulkan, der Europas Flugverkehr durch eine riesige Wolke aus Vulkanasche lahmlegte, hunderttausende Passagiere zu unfreiwilligem Aufenthalt auf den Flughäfen zwang und mindestens ebensoviele veranlasste, den geplanten Reiseantritt gar nicht erst zu versuchen.

Wolken dominieren übrigens seit jeher die Geschicke unserer Erde. Rein physikalisch gesehen sorgen Wolken für den Kreislauf und die Verteilung des Wassers, ohne das es auf der Erde kein Leben gäbe. Kälteperioden mit drastischen Veränderungen von Fauna und Flora bis hin zum Aussterben ganzer Populationen wurden in früheren Epochen durch Wolken aus Vulkanasche hervorgerufen. Gottvater wurde lange Zeit auf Wolken residierend dargestellt oder erhob von dort seine mahnende Stimme. Zeus schickte Blitze aus den Wolken, Glückliche schweben mitunter auf Wolke 7, einige sogar über allen Wolken. Für den einen oder anderen brauen sich – verdient oder unverdient – dunkle Wolken am Firmament zusammen, während sich für andere die Wolken lichten. Man kann auch aus allen Wolken fallen, für Reinhard Mey muss die Freiheit über den Wolken wohl grenzenlos sein, manche bauen sich ein Wolkenkuckucksheim, und sogar George Clooney, angeblich sexiester Mann Hollywoods, schreitet auf einer Treppe, die sich aus Wolken erhebt, zur Himmelstüre, um Sankt Petrus „an educated guess“ zu machen, damit er von dort gleich wieder ins irdische Leben zurückkehren darf.

Hätte George gewusst, dass Wolken demnächst auch die Heimat für Computing sein sollen, hätte er vielleicht statt einer Kaffeemaschine einen Computer mitgebracht und wäre gleich oben geblieben, weil dort sowieso bald alles Wissen gespeichert und jedwede virtuelle Infrastruktur zu Hause ist – womit wir eigentlich wieder bei Gottvater gelandet wären.

Doch bis dahin haben wir zum Glück noch sieben Jahre Zeit, tröstet uns eine Gartner- Studie, über die wir in diesem Heft berichten. Ganz schön lange eigentlich, im Vergleich zu den sieben Tagen, in denen gemäß biblischer Überlieferung die Welt erschaffen wurde. Menschen sind eben doch nur Menschen. Cloud Computing ist allerdings nur eines der vielen aktuellen Themen, denen wir uns diesmal zuwenden. Eine Übersicht darüber finden Sie im Inhaltsverzeichnis auf der nächsten, wie immer für Sie hoffentlich wertvolle und nützliche Inhalte auf allen anderen Seiten dieser Ausgabe von it&t business.







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